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Myers-Briggs Typenindikator (MBTI®)

Der Myers-Briggs Typenindikator, kurz MBTI, ist ein Persönlichkeitsprofil, das seit vielen Jahren in Unternehmen und Behörden eingesetzt wird.

Der MBTI sagt nichts über die Fähigkeiten oder Kompetenzen eines Menschen aus, sondern er beschreibt die Präferenzen und Potenziale, die jeweils die Persönlichkeit des Einzelnen ausmachen. Er zeigt, wie Menschen bevorzugt kommunizieren, zusammenarbeiten und Informationen verarbeiten. Diese individuellen Vorlieben misst das Verfahren anhand von vier Präferenzpaaren, die acht Funktionen umfassen:

Gegensatzpaare im MBTI-Profil*

  Wie Sie Ihre Energie aufnehmen bzw. wohin Ihre Aufmerksamkeit geht  
Extraversion Gegensatz Introversion
  Wie Sie Ihre Umwelt wahrnehmen bzw. wie Sie Daten aufnehmen  
Sensing
Sensitives Empfinden
Gegensatz INtuition
Intuitive Wahrnehmung
  Wie Sie Entscheidungen treffen  
Thinking
Denken
Gegensatz Feeling
Fühlen
  Wie Sie mit der Außenwelt umgehen  
Judging
Urteilen
Gegensatz Perceiving
Wahrnehmen

*Quelle: Lorenz/Oppitz, A-M-T Management Performance AG

Extraversion (E) und Introversion (I)

Menschen mit einer Präferenz für Extraversion finden leicht Kontakt und legen Wert auf Beziehungen. Sie konzentrieren sich auf die Außenwelt, fällen Entscheidungen rasch und überlegen oft später. Introvertierte Menschen wirken dagegen eher zurückhaltend und reserviert, behalten ihre Gefühle für sich und können gut alleine sein. Sie überlegen zuerst und handeln erst danach.

Sensitives Empfinden (S) und Intuition (N)

Wer eine Präferenz für „Empfinden“ besitzt, achtet auf Details, bevorzugt exakte Informationen, betrachtet Situationen realistisch und konkret, lebt in der Gegenwart und sucht pragmatische Lösungen. Menschen mit einer Präferenz für „Intuition“ achten eher auf den Gesamtzusammenhang, schätzen Kreativität und Inspiration, betrachten und prüfen Möglichkeiten und machen sich Gedanken über die Zukunft.

Denken (T) und Fühlen (F)

Menschen mit einer Präferenz für „Denken“ entscheiden analytisch, sie handeln vernünftig und logisch nachvollziehbar, legen Wert auf Gleichbehandlung aller, erkennen rasch, was nicht stimmt, und finden schnell Fehler. Diese Menschen konzentrieren sich mehr auf die Aufgaben als auf zwischenmenschliche Beziehungen. Wer eine Präferenz für „Fühlen“ besitzt, bewertet hingegen Situationen auf der Grundlage von Überzeugungen, schätzt harmonische Beziehungen, strebt nach Fairness und individueller Behandlung, zeigt sich gefühlvoll und nimmt Anteil an seiner Umgebung.

Urteilen (J) und Wahrnehmen (P)

Personen mit einer Präferenz für „Urteilen“ schätzen eindeutige Entscheidungen, bevorzugen geregelte Abläufe und planen im Voraus. Sie stehen ungern unter Zeitdruck und möchten das Leben im Griff haben. Wer eher zum „Wahrnehmen“ neigt, hält sich gerne Alternativen offen, lebt gerne spontan und flexibel, schöpft Energie aus Zeitdruck und erlebt Stress positiv. Aus diesen vier Präferenzpaaren ergibt sich ein Code aus vier Buchstaben, der Auskunft über die Präferenzen des Einzelnen gibt und ihn einem bestimmten Typ zuordnet.

Aus diesen vier Präferenzpaaren ergibt sich ein Code aus vier Buchstaben, der Auskunft über die Präferenzen des Einzelnen gibt und ihn einem bestimmten Typ zuordnet, zum Beispiel ENTP.

Der MBTI wird primär in der Personalentwicklung eingesetzt, zum Beispiel in Führungskräfte- oder Kommunikationstrainings, aber auch in Teamentwicklung und Coachingprozessen.

MBTI